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Interkultur statt Multikultur? |
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Freitag, den 04. Februar 2011 |
Vortrag von Mark Terkessidis (Publizist, Berlin) in der Reihe 30 Jahre Bildungsverein
Nach der Multikultur, der Leitkultur und der Angst, dass sich Deutschland gleich komplett abschafft, könnte man die Frage stellen: was ist eigentlich deutsch? Interessanterweise sehen sich einer Studie zufolge die wenigsten Deutschen als typische Deutsche, nämlich pünktlich, zuverlässig, nachdenklich etc. Dieses tradierte Verständnis des „Deutschseins“ bildet aber eine immense Blockade für die Entwicklung der Bundesrepublik.
Die Potentiale der real vielfältigen Gesellschaft können erst durch eine radikale interkulturelle Öffnung der Institutionen – der Kliniken, der Schulen, der Polizei, der Betriebe etc. etc. - entwickelt werden.
„Wichtig ist nicht, warum die Menschen hier sind, sondern dass sie es sind und zur gemeinsamen Zukunft beitragen.“ (Mark Terkessidis)
Mark Terkessidis arbeitet als Autor, Journalist und Migrationsforscher zu Fragen der Jugend- und Popkultur, der Migration und des Rassismus. Bekannt wurde er durch den gemeinsam mit Yasemin Karakasoglu verfassten Offenen Brief gegen die These Necla Keleks vom Scheitern der Integration (2006) und das Buch „Interkultur“ (2010)
Datum: Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr Ort: ÜSTRA-Remise, Goethestr. 19, Hannover
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